Ich hab‘ durch die Messe meinen Traum-Ausbildungsplatz bekommen!

Als Kind wollte Lisa Prinzessin werden. Zehn Jahre später startete sie ihre berufliche Karriere in einem Unternehmen, in dem sie als erstes eines tat: „Klarstellen, dass ich keine Tussi bin.“ Was ihr auch schnell gelang. Denn die angehende Veranstaltungskauffrau packt in ihrem Ausbildungsbetrieb RK Eventtechnik an, wo sie gebraucht wird – und ihre Schlagfertigkeit ist mittlerweile legendär.

Alle auf einer Wellenlänge

Lisa war die erste Frau im Team, berichtet Robin Krämer, der RK Eventtechnik vor zehn Jahren zusammen mit René Kappler gegründet hat. Vor ihrem ersten Tag habe er seine Mitarbeiter dementsprechend gebrieft: „Ich hab‘ ihnen gesagt: Benehmt euch! Zwei Wochen später hab‘ ich zu ihr gesagt: Benimm dich!“, berichtet er lachend und Lisa bestätigt: Sie habe nicht lange gebraucht, um ihren Platz in dem 16-köpfigen Team zu finden.

„Am meisten gefällt mir an meiner Ausbildung das Team.“
Lisa
Auszubildende bei RK Eventtechnik

Sehr sympathisch sei ihr Robin schon bei ihrem ersten Treffen gewesen, an seinem Stand bei der Messe Fokus Beruf 2024 in Winnenden. Die Korberin ist heute heilfroh, dass sie damals auf die Messe gegangen ist.

Der Weg aus der Planlosigkeit

Vor diesem Messebesuch war Lisa schon mit der Schule auf Messen gewesen. Da hätten sie aber vor allem die Werbegeschenke interessiert, gibt sie zu. Diesmal aber, ging es um etwas: ihre Zukunft. Sie hatte ihre Fachhochschulreife in der Tasche und gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr hinter sich. „Da war ich 100 Prozent im Büro – das war nichts für mich.“ Aber eine entscheidende Erfahrung hat sie mitgenommen. „Ich durfte eine Weihnachtsfeier organisieren – das hat richtig Spaß gemacht!

Bei der Berufsberatung wurde die damals noch etwas planlose 19-Jährige auf die Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau aufmerksam und die Beraterin wies sie darauf hin, dass bei der Messe Fokus Beruf ein entsprechender Ausbildungsbetrieb dabei sei. Da war für die kommunikative Korberin die Sache klar: Sie suchte die Standnummer von RK Eventtechnik heraus und steuerte direkt auf den Stand zu.

Mit ihrer selbstbewussten Art, ihrem echten Interesse und ihrer Zielstrebigkeit blieb Lisa Eventtechniker Robin gleich in Erinnerung. Er empfiehlt aber auch weniger zielstrebigen Jugendlichen, ihr Glück auf der Messe zu probieren.

Bewerbung leicht gemacht

Lisa nutzte bei der Messe die Gelegenheit, zu fragen, wie sie sich am besten bewerben sollte. „Kein x-beliebiges Anschreiben“, war Robins Antwort – und so setzte sie sich am folgenden Sonntag an den Computer. Ihr wollte aber einfach kein „besonderes Anschreiben“ einfallen. Und so rief sie am Montag darauf einfach an. „Das war außergewöhnlich“, fand der Geschäftsführer, also folgte für Lisa erst ein Praktikum, dann ein Minijob und schließlich die Ausbildung.

Schon als Praktikantin bekam sie die Aufgabe, neue Case Labels zu gestalten. Case Labels sind Aufkleber, die auf dem technischen Equipment der Firma angebracht werden und die wichtigsten Informationen zum Gerät und zur Firma enthalten. Schon als Minijobberin durfte sie mithelfen, den Aufbau einer Veranstaltung zu koordinieren.

„Ich wurde von Anfang an ernst genommen und mir wurde gleich etwas zugetraut. Das hat mir besonders gefallen.“
Lisa
Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau

Hobby und Beruf im Einklang

Bis heute schätzt die leidenschaftliche Konzertgängerin die Abwechslung in ihrer Ausbildung: Angebote erstellen, Ersatzteile bestellen, mit anpacken, wenn Material nach einem Event wieder ins Lager geräumt werden muss oder – und das sind Lisas Highlights – auch mal mit auf Events gehen. Auch wenn man dabei meist hinter den Kulissen bleibe.

Bei einer jährlichen Veranstaltung ist Lisa allerdings immer unverzichtbar und in vorderster Reihe mit dabei: bei der Ausbildungsmesse.  

Lisa weiß, wie man sich vor und hinter dem Messestand fühlt – eine Erfahrung, in der sie ihrem Chef voraus ist. Denn der ist schon früh und ganz ohne Messebesuch „in den Bereich Veranstaltungstechnik reingerutscht“. Robins Vater hat in einer Band gespielt und er durfte ihn am Wochenende oft beim Aufbau begleiten. Da war früh klar, in welche Richtung er gehen will. Solche Einblicke sind wichtig – doch nicht jeder bekommt sie automatisch, deshalb rät Lisa Messebesuchern:

Kreative Give-Aways sind Lisas Job

Immer wenn die Messe näher rückt, stapeln sich auf dem Schreibtisch der Auszubildenden die Give-Aways. Denn auch hier vertraut der Ausbilder auf ihre jugendliche Expertise und lässt die Frohnatur Ideen für neue Werbeartikel sammeln und umsetzen. So hat sie sich für dieses Jahr „Ruhe to go“ einfallen lassen – kleine Kartons mit Ohrstöpseln, die man bei Veranstaltungen, aber auch beim Lernen gut gebrauchen kann.

Die Schachteln fürs Popcorn, das schon bei ihrem eigenen Besuch am Stand für Aufmerksamkeit sorgte, hat sie auch überarbeitet. Als Aussteller aus der Veranstaltungsbranche, will RK Eventtechnik schließlich etwas Besonderes bieten – auch wenn am Ende nicht der richtige Bewerber oder die richtige Bewerberin dabei sein sollte.

„Wenn ich merke, dass die Augen meines Gegenübers im Gespräch immer wieder Richtung Popcornmaschine schielen, dann weiß ich: Das wird wahrscheinlich nichts“, sagt Lisa. Aber das sei auch okay, sind sich Ausbilder und Auszubildende einig. Schließlich nehme man von der Messe trotzdem immer etwas mit: Erfahrungen – ob vor oder hinter dem Messestand.

RK Eventtechnik und mehr als 100 weitere Aussteller machen sich bereit, denn BALD GEHT’S LOS!

Produziert von zvw digital / Zeitungsverlag GmbH & Co Waiblingen KG für Landratsamt Rems-Murr-Kreis
Texte/Videos: Caroline Berger – Fotos: Heiko Pothoff