Als meine Mutter gestorben ist, hatte ich null Erfahrungswerte
Die Zeit des Abschieds
Es sei absehbar gewesen, sagt Wolfgang Weng, wenn er vom Tod seiner Mutter Gisela vor vier Monaten erzählt. So richtig vorbereitet auf das, was dann kam, habe er sich trotzdem nicht gefühlt. Seine Mutter sei schon lange ein schwerer Pflegefall gewesen. Schon vor acht Jahren hätten seine Eltern das Bad barrierefrei umbauen lassen. Arthrose, Diabetes und Muskelschwund hätten Gisela Wengs Mobilität immer weiter eingeschränkt. Und je schwieriger es der geselligen Natur- und Tierliebhaberin fiel rauszugehen, desto mehr verlor sie ihre Lebensfreude.
„Am Schluss war sie nur noch Haut und Knochen“, erinnert sich Wolfgang, der gemeinsam mit seinem heute 87-jährigen Vater die Pflege stemmte. „Ich hab‘ flankiert, abends und am Wochenende.“ Eine anstrengende Zeit, aber seine Mutter habe nie in ein Pflegeheim gehen wollen. Die letzten Wochen sei sie allerdings so krank gewesen, dass es nicht anders ging. Dort ist sie schließlich verstorben – und hinterließ ein Gefühlschaos: Trauer, angesichts ihres langen Leidens auch Erleichterung. Außerdem berichtet der 53-Jährige von Überforderung und Orientierungslosigkeit.
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Mehr InformationenDie To-dos im Todesfall
Wie geht’s am Todestag weiter? Was ist zu tun? Wie schnell muss man das Zimmer im Pflegeheim räumen? Diese Fragen trieben Wolfgang und seinen Vater nach dem schmerzhaften Verlust um.
Aber immerhin hatten sie schon einen wichtigen Schritt getan und sich für ein Bestattungsunternehmen entschieden.
„Viele haben noch nie einen Sterbefall in der Familie gehabt und wissen nicht, was dann zu tun ist“, weiß Carsten Fezer von Dietrich Haus der Bestattung. „Wir Bestatter sind Ansprechpartner für alle Fragen. Wir sind dafür da, die Angehörigen so viel es geht zu entlasten und Hilfestellungen zu geben, damit sie in dieser ungewohnten Situation nicht alleine sind.“
Aber wie findet man den richtigen Bestatter?
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Mehr InformationenEin Bestatter mit Erfahrung und Mitgefühl
Wolfgang war froh, dass seine Mutter ihm die Wahl des Bestatters bereits abgenommen hatte. Sein Vater Gerhard und Carsten Fezer hatten mehrere Jahre als Rettungsassistenten beim DRK in Schorndorf zusammengearbeitet. „Bei Wochenenddiensten brachte meine Mutter öfters Kuchen auf die Wache“, erzählt Wolfgang, „und Carsten war dort immer ihr Liebling.“
Als Carsten Fezer nach 15 Jahren das DRK verließ und das Bestattungsunternehmen seiner Schwiegereltern übernahm, war für Gisela Weng die Sache dementsprechend klar.
Hilfe beim Organisieren der Beerdigung
Er selbst habe Carsten kaum gekannt, sagt Wolfgang, sei jedoch sehr dankbar für seine taktvolle und ruhige „Multikanalbetreuung“: „Ich war ein schwieriger Kunde,“ so der Fachberater bei einer Krankenkasse, „weil ich sehr termingetrieben bin und wir deshalb mal persönlich, mal telefonisch, mal per Mail kommunizieren mussten.“ Aber bei jeder Entscheidung habe er sich gut beraten gefühlt – auch bei der schwierigsten.
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Mehr InformationenEntscheidung für eine Baumbestattung
Auf Wolfgangs ersten Besuch im FriedWald Schurwald folgte ein Termin vor Ort mit der Revierförstersterin und der großen Frage: Wie wählt man einen Baum aus? „Wenn Sie an dem für Sie passenden Baum stehen, werden Sie es wissen!“, sei die Antwort der Expertin gewesen.
Und tatsächlich – der Lorcher entdeckte eine Buche, die „deeply in love mit einer blühenden Kirsche“ war, nicht weit weg vom Weg, wo Spaziergänger entlangschlenderten. „Hier ist sie nicht so allein, dachte ich mir“. Und als dann die Baumnummer auch noch seinem Geburtsjahr entsprach, war Wolfgang klar: Hier passt alles!
Am Ende gab es zwei Trauerfeiern
Mit dem guten Gefühl, genau die richtige letzte Ruhestätte für seine Mutter gefunden zu haben, konnte Wolfgang die letzten organisatorischen Fragen mit Carsten Fezer klären. Letztendlich fand die Trauerfeier wegen der besseren Erreichbarkeit am Friedhof in Lorch, dem Heimatort der Familie, statt. Die Urnenbeisetzung im FriedWald Schurwald war für später im kleineren Kreis geplant. „Da wollten dann aber doch so viele Leute mitkommen, dass es eine richtig schöne zweite Trauerfeier wurde“, erzählt Wolfgang bewegt und sichtlich erleichtert, dass die Entscheidung für eine weniger traditionelle Baumgestattung so gut bei der älteren Generation der Trauergäste ankam.
Grundsätzlich rät Carsten Fezer Familien dazu, rechtzeitig über die Wünsche im Todesfall zu sprechen. Er weiß aber aus eigener Erfahrung, dass das nicht so leicht ist.
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Mehr InformationenKein Grab wie jedes andere
Wolfgang hatte das Thema Tod lange ausgeklammert. Aber jedes Mal, wenn er heute seine Mutter besucht, an ihrem Baum steht und die Vögel über sich zwitschern hört, weiß er, dass er vieles richtig gemacht hat.
Anderen Angehörigen, die erstmals in so eine Situation geraten rät er, beim Bestatter auf ihr Gefühl zu hören. „Der Mensch im Bestattungsinstitut erlebt dich in einer Grenzphase – er sieht dich weinen, der sieht dich am Boden. Dann ist es gut, jemanden zu haben, dem man vertraut.“
Dietrich Haus der Bestattung
Unser Bestattungsunternehmen bietet persönliche Begleitung und verlässliche Unterstützung an fünf Standorten im Rems-Murr-Kreis: In Schorndorf, Winnenden, Rudersberg, Remshalden und Plüderhausen.
Wir sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar.
Kontakt
Dietrich Haus der Bestattung
Gmünder Straße 63
73614 Schorndorf
Telefon: 07181 – 97 84 80
E-Mail: info@dietrich-bestattungen.de
Produziert von zvw digital / Zeitungsverlag GmbH & Co Waiblingen KG für das Bestattungsinstitut Edmund Dietrich GmbH & Co. KG,
Texte/Videos: Caroline Berger – Fotos: Heiko Potthoff